Die Faszien | Faszien-Therapie Düsseldorf

Osteopathie Faszientherapie: Anatomische Abbildung eines Oberkörpers, welche Muskeln und Faszien zeigt.

Eine häufige Ursache für körperliche Beschwerden des Bewegungsapparats, des Nervensystems und der inneren Organe ist ein zu viel oder zu wenig an Spannung in den Faszien und in den zugehörigen Muskeln.

Sind Teilbereiche des Bindegewebes (Faszien) unterversorgt oder verklebt, können die Nerven die Informationen zum oder vom Gehirn nur eingeschränkt weiterleiten. Die Osteopathie | Bowen-Therapie löst an den entsprechenden Stellen sanft die Verklebungen und versetzt damit den Körper in die Lage, diese Stellen wieder nachhaltig zu versorgen. Die Behandlung ist sanft und nahezu schmerzfrei und daher auch sehr gut für Babys, Kinder und ältere Menschen geeignet.

Die Faszien (Bindegewebe) bilden ein zusammenhängendes Spannungsnetzwerk, das den gesamten menschlichen Körper durchzieht und durch das jedes einzelne Organ, jeder Muskel, selbst jeder Nerv, jede Muskelfaser und jedes Blutgefäß eingehüllt und eingebunden werden.

Wie das Wort Bindegewebe (Faszie) schon vermuten lässt, verbindet es die verschiedenen Strukturen im Körper, aber es erfüllt darüber hinaus noch eine Vielzahl weiterer Funktionen.

Die Faszien ermöglichen, dass Organe, Muskeln, Nerven und Blutgefäße gegeneinander gleiten können und garantieren so die benötigte Beweglichkeit.

Sie geben dem ganzen Körper seine Form. Vergleichend zu einem mit Faszien umhüllten Muskel kann man sich einen Autoreifen mit darin liegendem Schlauch vorstellen. Der Autoreifen stellt die Faszie und der Schlauch den Muskel dar. Ohne die feste und formgebende Struktur der Faszie könnte der Muskel seine Kraft nicht zielgerichtet aufbauen.

Selbst wenn alle andere Strukturen aus dem Körper entfernt würden, würde das komplexe Fasziensystem mit all seinen Bestandteilen den gesamten inneren und äußeren Körper in seiner typischen Form abbilden. Man spricht hier von einem holistischen (ganzheitlichen) Gewebe-Netzwerk.

Es existieren zwei weitere holistische Netzwerke im Körper, die auch im ganzen Körper vorhanden sind und somit den ganzen Körper abbilden. Das eine ist das nervale Netzwerk (Nerven), das zweite stellt das Blutgefäßsystem dar. Wie erwähnt sind Nerven und Blutgefäße selbst von Faszien umhüllt, aber sie ziehen auch durch Faszienstrukturen hindurch.

Faszien können sich ähnlich der Muskeln leicht kontrahieren oder sogar verfilzen und verkleben. Durch Wassermangel, mangelnde bzw. falsche Bewegung oder Stress kann es zu diesen Verfilzungen kommen. Sind die Faszien verklebt, können Nervenimpulse oder auch Nährstoffe des Blutes nicht mehr optimal ihr Zielgebiet erreichen oder Abfallprodukte abtransportiert werden.

Verklebte Faszien können des Weiteren auch Muskel- oder Organfunktionen negativ beeinflussen und somit zu verschiedenen Beschwerden oder Schmerzen führen. Das Ziel der Faszien-Therapie ist es, die Verklebungen und Irritationen des Bindegewebes auf sanfte Art und Weise wieder zu lösen, um ein Gleichgewicht der physiologischen Körperfunktionen zu gewährleisten.

Die Faszien beherbergen die meisten Nervenendigungen (Rezeptoren):

Rezeptoren: "Der direkte Draht zum Hirn"

Der direkte „Draht“ zum Rückenmark und zum Gehirn:  Rezeptoren, die körpereigenen Messstellen
Diese Fasern des peripheren Nervensystems haben die Aufgabe, den Körper zu schützen und ihn anzuregen. Um einen gesunden Grundzustand wiederherzustellen werden zwei Arten von Rezeptoren (Propriozeptoren, Nozizeptoren) gezielt stimuliert.

Propriozeptoren melden die Positionen und Bewegungen des Körpers an das Gehirn. Sie befinden sich, ebenso wie die Nozizeptoren in faszialen Geweben (Bindegewebe) von z.B.:  Muskeln, Sehnen und Bändern
Die Faszien bilden eine Hülle, die Knochen, Muskeln und Organe einerseits verbindet, unterstützt und einhüllt, andererseits auch voneinander trennt. Faszien bilden Spalträume, die mit Flüssigkeit gefüllt sind, damit die eingehüllten Organe, Muskeln usw. gegeneinander gleitend verschiebbar sind.

Eine besondere Bedeutung kommt den Nozizeptoren zu.
Sie melden Reize, die den Körper schädigen könnten. Wenn der Körper einen Unfall erleidet, senden Nozizeptoren einen Reflex mit 70 – 120 Meter pro Sekunde über aufsteigende Fasern zum Thalamus, einem Schaltzentrum im Gehirn. Ist der Reiz stark, wird er vom Thalamus an das Großhirn weitergeleitet und der Körper empfindet an dieser Stelle z.B. Schmerz.
Dieser Prozess läuft über absteigende Fasern zurück zur verletzten Stelle am Körper und lässt die umliegenden Muskeln verkrampfen.

Durch diese Muskelverkrampfung / Schwellung wird die verletzte Stelle geschützt und der Regenerationsprozess beginnt. Besteht diese Schmerzsituation über einen längeren Zeitraum, verkleben zusätzlich die umliegenden Faszien – ein weitere Schutzfunktion. Dadurch entsteht ein Bewegungsverlust in den umliegenden Geweben und die Durchblutung wird gestört. Diese Restriktion kann auch dann noch bestehen, wenn der Ursprungsdefekt nicht mehr vorhanden ist, die Faszien aber die alte Verletzungsposition beibehalten.

Mit jedem therapeutischem Impuls werden die Faszien mit geringer Kraft irritiert. Wird nun diesem Reiz genügend Zeit gelassen, diese Information auf dem bereits beschriebenen Weg an den Thalamus weiter zu leiten und dort zu verarbeiten, erfolgt die Rückmeldung „kein Schmerz“. Der Körper reagiert mit Entspannung, das Bindegewebe wird weicher und die Faszienverklebungen lösen sich.

Dadurch erlangen die muskulo-skelettalen Strukturen wieder eine bessere Beweglichkeit. Die Durchblutung wird verbessert, die Nerven regenerieren sich, die Lymphe kann wieder ungehindert fließen. Auf Grund dieser reflektorischen Entspannung können sich viele Körperfunktionen wieder normalisieren.

Das Tensegrity-Modell

Zum abgebildeten Modell:
Die Holzstäbe stellen unsere Knochen, die Gummibänder das myofasziale System (Muskel-Bindegewebe) dar.

Das Tensegrity-Modell zeigt sehr gut und stark vereinfacht fasziale Zusammenhänge!
Tensegrity (engl. Tension + Integrity) für Spannung und Integrität/Unversehrtheit

Es beschreibt ein auf ausgeglichene Kraft- und Spannungsverhältnisse basierendes optimal funktionierendes Körpermodell, wie die Abbildung mit GRÜNEM Kreis zeigt.

In der Abbildung mit ROTEM Kreis wurde ein Gummiband einmal um die Kappe des Holzstabes gelegt. Im übertragenen Sinne stellt dies eine Verletzung (Läsion) im Körper dar. Diese Verletzung kann indirekt viele andere Körperregionen beeinflussen, besonders wenn sie schon längere Zeit besteht.

Unser Körper ist mit seinen ca. 20 – 50 Billionen Körperzellen um ein Vielfaches komplexer. Fast jede Körperzelle selbst hat einen faszialen Anteil damit sie ihre Zellform aufrechterhalten kann.
Überall im Körper befinden sich Faszien in ihren verschiedenen Erscheinungsformen: Vom Gehirn bis in die letzte Zelle der kleinen Zehen.

Im Modell haben die Knochen (Holzstäbe) keinen Kontakt zueinander. Ähnlich sollte es auch in unserem Körper ablaufen, möglichst wenig Reibung in den Gelenken um den Verschleiß der Gelenk-Knorpel und der Knochen selber niedrig zu halten.

Ein gesundes Faszien-System erfüllt genau diesen Nutzen.
Die Faszien bilden ein großes Netz indem Knochen, Muskeln, sowie alle Organe, Blutgefäße und Nerven eingebettet, durchdrungen und aufgespannt werden.
So gibt es allen Strukturen Halt und Festigkeit und sorgt gleichzeitig für die nötige Beweglichkeit.